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Tag: Pestmaske

PEST - Eine Maske verbindet Museum und Menschen

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Anfang August hat das LWL Museum für Archäologie in Herne Menschen gesucht, die an ein oder zwei Tagen mithelfen, Pestmasken aus Papier auszuschneiden und dann zusammenzukleben. Es wurde 300 Stück für die kommende Ausstellung benötigt.


Die Pestmasken wurden im 17., 18. und 19. Jahrhunderts von einigen europäischen Pestdoktoren getragen. Die Schnabelmasken waren mit Kräutern und Flüssigkeiten gefüllt. Damit sollte man gegen die Pesterreger geschützt sein.


Ich hatte mich für einen Termin angemeldet und war überrascht, wieviel Mühe sich die Mitarbeiter vom Museum gemacht haben, um uns Helfern eine schöne Zeit während des Schneidens und Klebens zu machen. 


Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Nach einer kurzen Einweisung ging es los. Von den ca. 30 Anwesenden (Erwachsene und Kinder) wurde fleißig geschnitten und geklebt. Es gab eine kurze Unterbrechung für eine Stärkung mit Pizza. Danach gab es für Interessierte noch eine kleine Führung durch die Dauerausstellung des Museums.


Weil ich an dieser Aktion teilgenommen habe, wurde ich mit einer Begleitperson zur Eröffnung der Ausstellung im September eingeladen. Es gab eine schöne kurze Veranstaltung mit Reden und Musik. Danach durften wir die Ausstellung besuchen. Da es sehr voll war, wollte ich nur zwei Dinge sehen: die Wand mit den Pestmasken 


und die gestaltete Leuchtwand „Totentanz“ von Claudia Pomowski. 


Beides hat mich sehr beeindruckt.

Die restlichen Ausstellungsstücke werden der Schatz und ich uns nochmal in Ruhe anschauen. Auf 800 qm wird die Geschichte der Pest in Europa und dem Rest der Welt über die Jahrhunderte gezeigt. Auch gibt es eine Abteilung, was hat gegen diese Krankheit geholfen und was waren die Folgen, wenn es eine Pestepidemie gab.

Weitere Infos zu dem Museum und der Ausstellung findest Du hier.

Text: Sigrid Wille

Fotos: Sigrid Wille

 

CrazyCreative 26.10.2019, 12.15 | (0/0) Kommentare | PL