Stricklust oder Strickfrust!?!

* Werbung *

 

Das ist hier die Frage. Ich habe die letzten zwei Wochen immer mal wieder an einem Strickponcho gestrickt und das Ergebnis ist leider überhaupt nicht so geworden, wie es das Bild in der Anleitung versprochen hat.


Aber ich möchte gerne am Anfang beginnen: im September 2018 habe ich beim „Tag der Wolle“ vom OZ Verlag, zwei Knäuel Wolle inklusive Anleitung mitgenommen. Laut der Beschreibung sollten die beiden Bobbels für den Poncho reichen. Hätte ich mir an dem Abend schon mal die Anweisungen genauer angeschaut, wäre mir aufgefallen, dass die Wolle nicht reichen kann und dass die Strickschritte viel zu ungenau beschrieben sind.

Ich bin ja nun keine Anfängerin mehr, schließlich übe ich dieses Hobby nun schon seit der Pubertät aus. Diese ist nun auch schon ein paar Jährchen her. Also habe ich mir gedacht, das kriege ich schon hin.

Der Beginn war super und ging mir leicht von der Nadel. Schwierig wurde es dann, als ich mich dem Ende des ersten Knäuels näherte. Man soll ja so stricken, dass man mit Fadenende auch die letzte Masche abgekettet hat. Wer schon länger strickt, weiß, dass es richtig schwierig ist, genau den Punkt zu erwischen, wann man mit dem Abketten beginnen sollte. Es kam wie es kommen musste, ich verpasste diesen Punkt und kam überhaupt nicht hin. Somit durfte ich das erste Mal ribbeln. Gott sei Dank, war es eine Wolle, die einem das Ribbeln auch verzeiht. Beim zweiten Versuch blieb dann doch noch ein wenig Wolle übrig. Was ich jetzt nicht schlecht fand, so hätte ich noch etwas Material, um die beiden Ponchoteile zusammen zu nähen.

Frisch ans Werk und das zweite Teil gestrickt. Tja, das erste Problem war schon, das die Wolle zweimal gerissen ist und ich wieder neu ansetzen musste. Das bedeutet, bei einer genau eingeplanten Lauflänge, das auf einmal cm weg waren, die ja eigentlich zum Stricken gedacht waren. Nun wusste ich ja, wie lang das Strickstück ungefähr sein musste, um mit dem Abketten zu beginnen. Auch hier blieb ein wenig Wolle übrig.

Durch diese Reste sieht das Muster auf meinem Poncho anders aus, als auf dem Foto der Anleitung.

Bis hierhin hatte ich schon mehrere Strickfrustmomente: gerissene Wolle, ungenaue Anleitung, anderes Ergebnis, etc.. Das ist der Augenblick, wo ich das alles weglegte, um mir zu überlegen, ob ich das Ganze auch noch zusammennähen möchte. Weil, wenn ich eines im Leben wirklich doof finde, dann ist es das Zusammennähen von Strickstücken. Ich liebe Projekte, die mit wenig bis gar keine Naht auskommen (wie z.B. Socken).

Das war auch der Moment, als ich mir überlegt habe, dass es ja nicht nur mir sondern auch anderen so geht. Du freust dich auf ein wunderbares neues Stück und es wird aus den verschiedensten Gründen, nicht so, wie Du es gerne hättest. Da kann die Stricklust schnell zu Strickfrust werden.

Hier sind meine Vorschläge, wie ich damit umgehe.

  • Wenn ich früh merke, dass mir etwas nicht gefällt (Muster, Wolle u.a.), dann kann es auch sein, daß ich das Projekt abbreche, um nicht den Spaß am Hobby zu verliere

  • Die Anleitung sofort zu Beginn genau zu lesen, um Frustmomente während des aktiven Tuns zu vermeiden
  • Bei großen Strickstücken oder wenn du nicht die Originalwolle nutzt, auf jeden Fall eine Maschenprobe zu machen (das ist einer der wichtigsten Punkte, der zu dem meisten Strickfrust führen kann)

Jetzt bin ich total neugierig auf DEINE Strickfrustmomente. Es gibt bestimmt, Dinge, die dich in den Wahnsinn treiben. Dann schreibe sie mir doch.


CrazyCreative 27.03.2019, 09.20| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Handarbeiten | Tags: Katia Wolle, Stricken, Handarbeit, DIY, Frust,